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Eine Hand hält eine Vape, die andere eine Zigarette.

Auf einen Blick

  • Rund jede vierte erwachsene Person in Deutschland raucht noch.
  • E‑Zigaretten sind nicht risikofrei, aber weniger schädlich als Rauchen.
  • Es gibt starke Evidenz dafür, dass nikotinhaltige E‑Zigaretten Rauchenden beim Aufhören helfen.
  • Aromen sind zentral dafür, dass Erwachsene von Zigaretten auf Alternativen umsteigen.
  • Einschränkungen beim Zugang können unbeabsichtigt den Zigarettenverkauf schützen.

Was uns der JRC Bericht sagt

Ein neuer Bericht des Gemeinsamen Forschungszentrums (Joint Research Centre) der Europäischen Kommission bietet einen umfassenden Überblick über gesundheitliche Folgen im Zusammenhang mit E‑Zigaretten, Tabakerhitzern und Nikotinbeuteln. Dieser Bericht wird als Grundlage dienen, um zu steuern, wie die Regulierung von Tabak‑ und Nikotinprodukten in den nächsten Jahren angepasst wird.

Der Bericht macht drei Punkte, die für Deutschland besonders relevant sind:

Erstens werden E‑Zigaretten durchgängig als weniger schädlich als Zigaretten bewertet – vor allem, weil sie keine Verbrennung verursachen und die Exposition gegenüber Schadstoffen deutlich reduzieren.

Zweitens räumt der Bericht ein, dass nikotinhaltige EZigaretten die Rauchentwöhnung unterstützen können, auch wenn sich öffentliche Gesundheitsorganisationen darin unterscheiden, wie nachdrücklich sie sie empfehlen.

Drittens: EZigaretten sind nicht harmlos. Kurz‑ und mittelfristige Effekte auf das Herz‑Kreislauf‑ und Atmungssystem wurden beobachtet, und langfristige Auswirkungen bleiben ungewiss

Rauchen bleibt Deutschlands Kernproblem

Deutschland hat nicht denselben anhaltenden Rückgang des Rauchens erlebt wie Länder wie das Vereinigte Königreich oder Schweden. Noch immer raucht rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung – damit sind Zigaretten das dominierende und gefährlichste Nikotinprodukt im Alltag.

Angesichts dieser Realität sollte die Politik die Senkung der Raucherquote priorisieren – und nicht nur Alternativen isoliert regulieren.

Der Entzug oder die Schwächung des Zugangs zu Alternativen birgt das Risiko, dass Zigaretten für Millionen Rauchende, die mit abstinenz‑orientierten Ansätzen nicht aufhören, die Standardoption bleiben.

E-Zigaretten und das Aufhören: die stärkste Evidenz

Während der JRC‑Bericht Unsicherheiten betont, stammt die evidenzstärkste Grundlage zur Rauchentwöhnung aus dem aktuellen Cochrane‑Review, der Erkenntnisse aus mehreren Studien bündelt und zu einer vorsichtigen Schlussfolgerung gelangt.

Dieses Review kommt zu dem Schluss, dass „Menschen mit nikotinhaltigen EZigaretten eher mindestens sechs Monate lang mit dem Rauchen aufhören als mit einer Nikotinersatztherapie oder mit EZigaretten ohne Nikotin“.

Für Deutschland sollten diese Erkenntnisse bei politischen Entscheidungen, die die Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen, eine wichtige Rolle spielen.

Warum Aromen für erwachsene Rauchende wichtig sind

Das vorgeschlagene Aromaverbot in Deutschland würde Nicht‑Tabak‑Aromen aus E‑Zigaretten entfernen – trotz Evidenz dafür, dass diese Aromen:

  • Vor allem von erwachsenen ehemaligen Rauchenden genutzt werden – nicht von Menschen, die nie geraucht haben
  • Dabei helfen, Distanz zu den sensorischen Reizen von Zigaretten aufzubauen
  • Die Zufriedenheit erhöhen und dabei helfen, nach dem Umstieg dranzubleiben

Selbst der JRC‑Bericht stellt fest, dass Aromen dazu beitragen können, dass Rauchende ihren Zigarettenkonsum reduzieren oder ganz aufhören – trotz der Bedenken hinsichtlich der Nutzung durch Jugendliche.

Pauschale Aromabeschränkungen ignorieren diese doppelte Funktion und behandeln jede Nutzung so, als wäre sie gleichermaßen problematisch.

Ein verhältnismäßigerer Ansatz

Für Deutschland würde ein verhältnismäßiger Ansatz Folgendes umfassen:

  • Den Zugang für Erwachsene erhalten
  • Strikten Jugendschutz und konsequente Durchsetzung beibehalten
  • Produktqualität und Marketing regulieren – nicht die Wahl der Verbraucherinnen und Verbraucher
  • Politik an der Senkung des Rauchens ausrichten – nicht an der Eliminierung von Nikotin

"In einem Land, in dem Rauchen weiterhin dominiert, ist es keine neutrale Entscheidung, Alternativen schlechter zugänglich zu machen."

Markus Lindblad

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